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Der Hügel Lepelionys

Archäologie

Wenn Sie eine der schönsten Straßen Litauens von Prienai nach Vilnius entlang fahren, so werden Sie am Straßenrand den Hügel Lepelionys erblicken. Der an einen Hut erinnernde Hügel wurde von Menschenhand aufgeschüttet. Die Einheimischen berichten von einer unbeschreiblichen Anziehungskraft des Hügels. Und das lässt sich vor allem mit dem wunderschönen Panorama, das Sie nach dem Aufstieg genießen können und welches Sie in eine heitere Stimmung versetzen wird, erklären. 

Der Sage nach wurde dieser Hügel von den Soldaten Napoleons auf ihrem Rückzug nach Frankreich aufgeschüttet. Dort, wo die Erde ausgegraben wurde, sei der See Lielia entstanden. Daher steht am Fuße des Hügels eine Holzstatue in Form eines Hutes. Die Historiker schätzen allerdings die Geschichte des Hügels weitaus älter ein. Archäologische Untersuchungen deuten darauf hin, dass der Hügel noch vor Christus errichtet wurde. Hier wurden große keramische Bruchstücke und eine Brosche aus dem 5. bis 7. Jahrhundert ausgegraben, welche eine gut geschützte Siedlung der Jatwinger vermuten lassen. Die Jatwinger waren einer der baltischen Kriegerstämme, die hier vom 4. bis zu 5. Jahrhundert sogar gegen die Hunnen gekämpft haben sollen. Die auf dem Hügel stehende Burg oder der Aussichtsturm wurde unter dem Ansturm der Kreuzritter im 14. Jahrhundert als Kommunikationsmittel genutzt. Vom Hügel aus sehen Sie Punia in der Ferne. Damals stand in Punia eine für die Verteidigung wichtige Burg. Daher ist es sehr wahrscheinlich, dass diese Warnsignale von Punia nach Lepelionys gesendet hat.

Die Befestigung des Hügels Lepelionys gehörte zu einer zweiten Verteidigungslinie, die die Hauptstädte Litauens (Kernavė, Trakai und Vilnius) und den königlichen Weg von Vilnius nach Trakai und Aukštadvaris vor den Kreuzrittern schützen sollte. Die erste Verteidigungslinie waren die um das Memelufer stehenden Burgen.

Im Zeitraum zwischen den beiden Weltkriegen haben die Einwohner des Städtchens Stak Liskes und die Leute aus der Umgebung Feste auf dem Hügel organisiert. Heutzutage werden hier Feste zur September-Tag-und-Nachtgleiche und das Krönungsfest des Königs Mindaugas gefeiert. Die wunderschöne Aussichten zu jeder Jahreszeit sind geradezu optimal für Foto-Sessions.

Am bequemsten erreichen Sie den Hügel mit dem Auto, Parkmöglichkeiten haben Sie am Park-bzw. Rastplatz an der Autobahn Prienai-Vilnius. Sie sollten den Besuch unbedingt mit einer Besichtigung der Kirche und Kapelle Stakliškės in unmittelbarer Nähe sowie den Hügel Medžionys kombinieren.

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