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Die Verklärungskathedrale in Kaišiadorys

Religion

Die Entstehungsgeschichte der Verklärungskathedrale in Kaišiadorys hebt sich von den anderen,  Ende des 19. bis Anfang des 20. Jahrhunderts erbauten neugotischen Kirchen ab.

Zum einen wurde diese Kathedrale aufgrund einer Initiative der Bevölkerung der Stadt Kaišiadorys gebaut. Als Ende des 19. Jahrhunderts eine Eisenbahnlinie gebaut wurde, schickten die Bürger der Stadt Bittbriefe an die Kaiserregierung in Russland. In diesen verlangten sie nach einer Kirche und sammelten sogar Spenden für den Bau. Der Bau begann im Jahr 1906 und ruhte während des Ersten Weltkrieges, da die benötigten Baustoffe von den deutschen Soldaten entwendet wurden.

Als die Bauarbeiten wieder aufgenommen wurden, wurde der ursprüngliche Entwurf abgeändert. Kaišiadorys wurde eine Diözese und die zusätzlichen Kapellen, die für Kathedrale obligatorisch sind, wurden projektiert. Der Urheber des ersten Entwurfes war Vaclovas Michnevičius, einer der berühmtesten Architekten zur damaligen Zeit.

Die Kunsthistoriker empfehlen dem Besucher besondere Aufmerksamkeit dem unteren Teil des Gebäudes zu schenken. Der ältere Teil der Kirche, der bis Anfang des Ersten Weltkrieges errichtet wurde, wurde zu einer ungefähr einem Meter dicken Ziegelwand gemauert.

Wenn Sie in die Kathedrale eintreten, werfen Sie unbedingt einen Blick auf die Bilder. Der Altar ist mit einem Bild von Ignot Rudolf geschmückt. Alle anderen Bilder, Statuen, Beichtstühle, der Bischofsthron und sogar die Bänke sind von Mitglieder der legendären Familie Jakševičiai geschaffen worden. Vincentas Jakševičius war Architekt, Bildhauer und Maler, seine Söhne Silvanas und Adomas wirkten an der Gestaltung der Innenarchitektur mit. Fast alle Schöpfungen der Familie Jakševičiai sind als litauisches Kulturerbe gelistet.

In der Bischofskrypta ist der Erzbischof Teofilius Matulionis (1873-1962) begraben. Im Dezember 2016 sprach Papst Franziskus den Erzbischof Teofilius Matulionis aufgrund seines Martyriums selig, das offizielle Vatikanische Verfahren zur Seligsprechung wurde am 25. Juni 2017 abgeschlossens.

Ein weiteres interessantes Faktum ist, dass Papst Johannes Paul II den Bischof Vincentas Sladkevičius im Jahr 1987, kurz vor der Unabhängigkeitserklärung Litauens, bis dato als Diözesenverwalter eingesetzt,  zum Kardinal ernannte.

Am bequemsten reist man mit dem Auto nach Kaišiadorys. Die Anreise mit dem Zug erfordert noch einen kurzen Fußweg bis zur Kathedrale. Wir empfehlen das Museum des ehemaligen Präsidenten A. M. Brazauskas, die Diözesankurie, den Bahnhof sowie den Wasserturm zu besuchen.

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