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Darsūniškio Stadttore

Architektur

„Das Städtchen Darsūniškis ist zwischen Toren gebaut, damit unter Treuhand von Heiligen es bis Morgen unverbrannt steht.“ – Eine sehr einfache Aussage, doch ist sie für das Städtchen, welches wenigstens achtmal verbrannt wurde, von besonderer Bedeutung.

Drei Tore sind kleine Kapellen, die den Heiligen Georg, Kasimir und Agatha, die die Häuser vor Bränden schützen, gewidmet sind. Alle Kapellen stehen an Hauptwegen, die Darsūniškis mit anderen Städten, nämlich Kruonis, Kaišiadorys und Jieznas verbinden.

Heute ist Darsūniškis ein kleines Städtchen am rechten Memelufer mit ca. 300 Einwohner, welches bei Anglern sehr beliebt ist. Die Besucher, die nach Darsūniškis kommen, besichtigen den ehemaligen Standort der Burg, die Kirche der Himmelfahrt der Jungfrau Maria, den Stein Darsūniškis und trinken Mineralwasser aus der Liutika Quelle.

Nur wenige Leute wissen, dass die Geschichte dieses Städtchens genauso voll von historischen Ereignissen ist, wie die manch deutlich größerer Stadt. Zwei Siedlungen aus dem Steinzeitalter sind in Stadtterritorium gefunden worden. Darsūniškis wurde erstmals in der Wigand von Marburg Chronik im Jahr 1372 erwähnt, als der Komtur von Instenburg überraschend die Burg Darsūniškis (Dirsunen) angriff. Die Burg wurde niedergebrannt und es wurden 400 Gefangene genommen. Zehn Jahre später brannte die Burg noch einmal nieder, als die Kreuzritter erstmals in der Geschichte Litauens Artillerie (Bombarden) einsetzten. Seit Mitte des 17. Jahrhunderts bis zur Zeit des Zweiten Weltkrieges wurde Darsūniškis mindestens sechsmal völlig nierdergebrannt.

Die Burg von Darsūniškis besuchten die Großfürsten Litauens Vytautas und Jogaila. Die Herrscher des Städtchens waren einflussreichster Adel des Großfürstentums Litauen, nämlich Jonas Goštautas und die Familie Oginskiai. Im Jahr 1486 wurde Darsūniškis in schriftlichen Quellen erwähnt, als die Stadt, die zweimal Magdeburger Rechte erhalten hat. Erstmals geschah es im 16. Jahrhundert unter der Regierung des Großfürsten Kazimierz. Beim zweiten Mal wurden in den Jahren 1791-1794 die Magdeburger Rechte erneut wieder anerkannt. Zu diesem Zeitpunkt wurden die zwei Tore (gewidmet an Heiligen Kasimir und Agatha) gebaut. Das dritte Tor, welches den Namen des heiligen Georg trug, wurde erst später im Jahr 1910 gebaut. Alle drei Tore wurden im Jahr 1963 abgerissen und die Bruchstücke in die Memel geworfen.

Alle Tore wurden am 11. August 1990 wieder aufgebaut und auch die Skulpturen und Gemälde, welche unerwartet im damaligen Museum des Atheismus der Litauischen Sozialistischen Sowjetrepublik in Vilnius gefundenen wurden, kehrten zurück.

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