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Das native Gehöft und das Museum von Vincas-Mykolaitis Putinas

Museen

In dem Dorf Pilotiškės befindet sich das Gehöft Mykolaičiai auf dem der Dichter, Schriftsteller, Dramatiker und Literaturprofessor Vincas Mykolaitis-Putinas (1893-1967) geboren wurde und aufwuchs. Bereits seit langem fordern Kenner der litauischen Literatur einen Nobelpreis für das Werk „Im Schatten der Altäre“ von Mykolaitis-Putinas, welcher als erster Roman der Moderne in Litauen gilt. Seine Familie war allerdings immer mehr stolz darauf, dass er Priester war.

Eine Ausstellung über einige der wichtigsten Ereignisse in seinem Leben zeigen zumindest fragmentarisch das Schaffen des Dichters und gewähren so einen Einblick in seine facettenreiche, kreative Persönlichkeit.

Wenn Sie nach Mykolaičiai kommen, werden Sie das geräumige Holzhaus mit Spanndach sehen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts war die Aussicht auf Bauernhöfen in Suvalkija ganz typisch für diese Gegend oder für Sudauen, eines der vier ethnografischen Regionen Litauens. Auf solchen Bauernhöfen ist eine ganze Generation litauischer Intellektueller aufgewachsen. Im Gastzimmer des Hofes von Mykolaičiai sind authentische Möbel und Werkzeuge aufgestellt. Wenn Sie über den Hof gehen, beachten Sie den nahe gelegenen Hügel. Dieser ist der im Roman „Im Schatten der Altäre“ beschriebene Hügel Aušrakalnis, der den Duft des Thymians verströmt. Der Dichter hat den Hügel mit Birken bepflanzt, um an die Augenblicke der Inspiration zu erinnern.

Vincas, der Älteste von insgesamt neun Kindern, wurde als Pfarrer im Theologischen Seminar ausgebildet. Jedes Mal, wenn Vincas den Sommer in seinem Elternhaus verbrachte, wurde für ihn ein separates Zimmer vorbereitet, das bis heute in dem damaligen Zustand erhalten wurde. Als Priester hat er nur kurze Zeit gewirkt, wandte sich dann dem weltlichen Leben und der Literatur zu. Das letzte Mal besuchte der Schriftsteller seine Heimat im Jahr 1939, als seine Mutter starb. Vom damaligen Pfarrer wegen seiner Aufgabe des Priestertums beleidigt, schwor sich Mykolaitis – Putinas daraufhin, niemals wieder hierher zurückzukehren. Diesem Versprechen blieb er bis zu seinem Tod treu.

Die Besucher werden von der Schwiegertochter Mykolaičiai Julia empfangen, die hier als Museumskonservatorin arbeitet. Lebhaft berichtet sie über die Kindheit des Dichters, zeigt die Briefe, die der Dichter seiner Schwester Magdalena geschrieben hat. Diese schrieb auch Gedichte und kannte am besten das unruhige Herz ihres Bruders. Die mit Magdalena verbundenen Exponate wurden aus ihrem Exil in Australien zu ihrem Heimatgehöft zurückgebracht. Die Ausstellung ist wie eine Rückkehr des Dichters nach Hause.

Am bequemsten ist das Gehöft mit dem Auto zu erreichen.

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